Viktoriia Vitrenko, (*1990) ist eine vielseitige Sängerin und Dirigentin. Die gebürtige Ukrainerin bewies schon als Jugendliche ihr Talent am Dirigentenpult und erzielte europaweit Anerkennung als Ensembleleiterin und -sängerin. Ihr Lyrischer Koloratursopran und ihre ausdrucksstarke Persönlichkeit befähigen sie in besonderer Weise zur Interpretation von Werken zeitgenössischer Musik.

Ihren musikalischen Weg begann sie im Alter von fünf Jahren als sie lernte Geige zu spielen. Ab dem elften Lebensjahr besuchte sie das Musikheimschule "Mykola Lysenko" in Kiew und wechselte dort ins Hauptfach Dirigieren. Sie studierte bei Alexandr Zavolgin und Viktor Petrychenko, sowie Gesang bei Olexij Koval. Während ihres Studiums an der Nationalen Musikakademie der Ukraine, Kiew, leitete sie die Studentische Kapelle der Nationalen Technischen Universität (Chefdirigent Russland Bondar), ein Ensemble, das in Europa mehrere Auszeichnungen erzielte. In dieser Zeit entstand auch ihre erste CD Aufnahme. 

Aufmerksamkeit erregte sie mit dem Frauenvokalensemble "Making waves" (Ukraine), wo sie als Sängerin mitwirkte und dessen künstlerische Leiterin sie war. Das Ensemble erzielte in den Jahren 2010 - 2014 in über 40 Konzerte Erfolge in der Ukraine und in Europa (u.a. in Großbritannien, Norwegen, Frankreich, Mazedonien, Griechenland und Russland). Darüber hinaus gewann "Making waves" zahlreiche Preise bei renommierten Wettbewerben (u.a. "Floriere vocal de Tour" 2014 / 3.Preis, "Ohrid choir Festival" 2013 / 1.Preis und andere). Als Höhepunkt dieser Arbeit folgte eine zweite CD Aufnahme. 

Nach ihrem ersten Abschluss in der Ukraine setzte Viktoriia Vitrenko 2013 ihr Studium in Deutschland fort. An der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart studierte sie Dirigat bei Denis Rouger und Richard Wien, sowie Gesang bei Yasuko Kozaki, Angelika Luz und Georg Nigl.

Schon in ihrer Heimat setzte sich Viktoriia Vitrenko mit Neuer Musik auseinander. In Stuttgart vertiefte sie ihr Können und erreichte in der Fachbereichen Dirigieren und Singen ein hohes künstlerisches Niveau. Ihre Vielseitigkeit und Kreativität bewies sie in verschiedenen Projekten, in denen sie ihre beiden Leidenschaften Dirigieren und Singen zu einem Ganzen vereinen konnte. 

Seit 2014 gingen ihre Verpflichtungen in viele Richtungen. Als Dirigentin leitete sie das Kammerorchester Pforzheim, das Freiburger Barockorchester und das Concerto Tübingen. Im Rahmen des DIRIGENTENFORUMs dirigierte sie den Philharmonischen Chor Berlin, die Gächinger Kantorei, den Chor der Deutschen Oper Berlin, den NDR Rundfunkchor, den Kammerchor Saarbrücken und den Berlin Rundfunkchor. Zu den wichtigsten Ausrüstungen im Bereich der modernen Musik galt u.a. Sommer in Stuttgart Festival (mit echtzeitEnsemble und Solisten 2015, Stuttgart), Rondò Festival (mit "Divertimento Ensemble 2016, Milan) und "Alice im Wunderland" von Johannes Harneit, wo sie den Jugendchor leitete (2016, Staatsoper Stuttgart, Dirigent Stefan Schreiber). 

Als Sängerin agierte sie in der gleichen Zeit u.a. in György Kurtágs “Kafka-Fragmenten” (Violine Mark Johnston, Regie Bernd Schmitt), die in 2015 einen Förderpreis beim Wettbewerb für die Interpretation der Neuen Musik in Karlsruhe errang. Für das Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater unter der Leitung von Angelika Luz leitete und agierte gleichzeitig in mehrerer Projekten, als da wären “geister. tanz. stimmen” (2016, Choreographie Petra Stransky) und “breakdance trifft neue musik” (2017, Choreographie Roman Proskurin). Auf der klassische Bühne war sie u.a. in der Rolle von Florinda beim “Rodrigo” von Händel zu sehen (2015 konzertante Aufführung, Dirigent Jörg Hallubek). Seit 2016 steht sie in einer engen Zusammenarbeit mit dem Ukho Ensemble Kyiv (Kiew, Dirigent Luigi Gaggero), als sie den berühmten Zyklus “Messages of the Late Miss R.V. Troussova” reizvoll interpretierte.

Vitrenko ist durch die Gesellschaft der Freunde, Oscar und Vera-Ritter Stiftung und Haake Stiftung gefördert.

 

 

 

 

 

 

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